Schulentwicklungsplan 2014 bis 2020 der Landeshauptstadt Potsdam

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Schulentwicklungsplan, Potsdam
Schulentwicklungsplan 2014 bis 2020 der Landeshauptstadt Potsdam (© Landeshauptstadt Potsdam)

Der Schulentwicklungsplan 2014 bis 2020 der Landeshauptstadt Potsdam wurde im Jahr 2013 in Zusammenarbeit mit der Freie Planungsgruppe Berlin GmbH erstellt.

Der Plan wurde aufgrund, dass sich die Landeshauptstadt Potsdam in den letzten Jahren in Hinblick auf die demographische Situation noch positiver entwickelt hat, als dies ohnehin schon erwartet wurde, ein Jahr früher erstellt wurde, als es der übliche Planungszyklus von fünf Jahren verlangt. Mit dem Plan sind erheblichen Investitionen für die Landeshauptstadt Potsdam verbunden. Diese sind erforderlich, um die soziale Infrastruktur der steigenden Nachfrage  anzupassen und mit dem Wohnungsbau Schritt zu halten. Grundlage für das Planwerk war die Bevölkerungsprognose von 2013 der Landeshauptstadt Potsdam.

Das Planwerk wurde durch das zuständige Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg in 2014 genehmigt.

Schulentwicklungsplan für die Landeshauptstadt Potsdam

Bereits mit dem Schulentwicklungsplan 2009 bis 2015 wurde die Fachplanung auf eine neue qualitative Ebene gehoben. Mit dem neuen Schulentwicklungsplan wurden Teile des Planes nochmals detaillierter bearbeitet als dies in „weniger dynamischen Phasen der Stadtentwicklung“ üblich ist. Ziel ist es das Schulstandortnetz gemäß den gesetzten Zielen auch auf lange Sicht anzupassen und das Risiko von Fehlinvestitionen zu minimieren.

 

Folgende Bereiche werden dabei insbesondere genannt:

  • Der SEP reicht zeitlich vom Jahr 2014 bis zum Jahr 2020 und damit wieder über den gesetzlich vorgesehenen Planungszeitraum von fünf Jahren hinaus. Darüber hinaus werden schulplanerische Aussagen bis zum Jahr 2030 und Trendaussagen bis 2034 getroffen. Damit wird sichergestellt, dass bauliche Maßnahmen nicht auf Spitzenbedarfe ausgelegt sind, sondern auf einen langfristigen Bedarf.
  • Im Gegensatz zum letzten Schulentwicklungsplan basieren regionale Aussagen nicht mehr auf den sechs Sozialräumen sondern auf der wesentlich differenzierteren Regionalisierung von 18 Planungsräumen. Wohnortbezogene Aussagen lassen sich somit exakter lokalisieren.
  • Schulpendler (Schüler, die nicht in ihrem Wohnkreis beschult werden) wurden nach ihrem Wohnkreis bzw. Postleitzahlgebiet und nach Schulart erfasst und die Pendlerströme analysiert.
  • Auf der Grundlage detaillierter Raumbücher des Kommunalen Immobilien Service (KIS) wurde eine Schulraumpotenzialanalyse erarbeitet, um nicht oder untergenutzte Raumpotenziale zu identifizieren.
  • Für ausgewählte Schulstandorte wurden architektonische Analysen erarbeitet, um deren Entwicklungspotenzial zu überprüfen.
  • Die Analyse des Wahlverhaltens (Erstwunsch) beim Übergang von der Primar- zur Sekundarstufe diente der bedarfsgerechten Bereitstellung von Plätzen in den einzelnen Schulformen.

Ziele der Schulentwicklungsplanung

Mit der Aufstellung des Planwerks waren insbesondere vier Ziele verknüpft.

Bedarfsgerechtigkeit

Oberstes Ziel ist es mit der Schulentwicklungsplanung die Bedarfsgerechtigkeit darzustellen. Ziel ist es, allen Schülerinnen und Schüler, die einen Schulplatz nachfragen  auch  zu versorgen. Dabei geht es nicht nur um die reine quantitative Absicherung von Plätzen sondern auch um die qualitative Absicherung, d.h. die Nachfrage nach entsprechenden Bildungsgängen mit genügend Plätzen sicherzustellen.

Ressourcensparsamkeit und Nachhaltigkeit

Ein Schulbau kostet sehr viel Geld. Eine Verwaltung hat sicherzustellen, dass die vorhandenen Ressourcen in Hinblick auf Standorte und Räumlichkeiten so gut wie möglich genutzt werden. Deshalb wurden zum Beispiel auch die Bestandsbauten auf Potenziale und Erweiterungsmöglichkeiten überprüft. Ziel war es mit dem Schulentwicklungsplan in Hinblick auf ökologische, soziale und ökonomische Aspekte ein ausgewogenes Konzept zu erstellen.

Verlässlichkeit

Der Schulentwicklungsplan bleibt ein Planungsinstrument und bei den dargestellten Zahlen handelt es sich um Prognosen. Ziel muss es deshalb sein, die notwendigen Eingriffe in das vorhandene Schulstandortnetz so zu gestalten, dass sie langfristig Bestand haben. Deshalb wird der Planungszeitraum nicht nur bis 2020, sondern auch der Blick bis zum Ende des Prognosezeitraums der Bevölkerungsprognose gerichtet. Schüler, Eltern und Lehrer sollen mit dem Planwerk für ihre Schule möglichst eine langfristige, verlässliche Perspektive erhalten.

Vielfältigkeit

Die Potsdamer Schullandstadt zeichnet sich insbesondere durch die Vielfältigkeit aus. Diese Vielfältigkeit der Schulformen und Bildungsgänge soll bedarfsgerecht erhalten bleiben.

Download und weitere Informationen

Auf den Seiten der Landeshauptstadt Potsdam kann man den Plan kostenfrei als PDF downloaden

https://vv.potsdam.de/vv/produkte/173010100000010622.php

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